MÄNNERTRIP ist kein echtes Sequel zu NIE WIEDER SEX MIT DER EX. Aber die Figur Aldous Snow debütierte dort und steht im neuen Film im Mittelpunkt. Auch Jonah Hill war im Vorgänger-Film schon dabei, spielte dort jedoch noch eine andere Rolle. Die Änderung der Rolle war notwendig, da seine NIE WIEDER SEX-Figur nicht genug hergab. Den alten Film muss man nicht gesehen haben, um MÄNNERTRIP zu genießen, aber es hilft, und das nicht nur wegen des amüsanten Cameos von Kristen Bell als Sarah Marshall. MÄNNERTRIP ist für das Jahr 2010, was HANGOVER für das Jahr 2009 war: eine Chaos-Komödie mit unglaublich schrägen und bissigen Gags. Das Muster ist das eines Buddy-Films, da zwei sehr ungleiche Figuren sich zusammenraufen müssen und während ihres gemeinsamen Abenteuers mehr über sich erfahren. Inhaltlich ist das nicht besonders neu, aber die Umsetzung macht’s. Das Zusammenspiel von Russell Brand und Jonah Hill ist perfekt. Daraus bezieht der Film seinen immensen Humor und anders als viele andere Judd-Apatow-Komödien überbeansprucht er die Freundlichkeit des Publikums nicht. Wo andere Filme des Erfolgsproduzenten für die vorhandene Geschichte immer zu lang sind und ziellos herumirren, kommt MÄNNERTRIP auf den Punkt. Sehr cool sind die zahlreichen Cameos von Größen der Musikbranche wie Lars Ulrich oder Pink. Und noch cooler ist Sean Combs, der als Klischee eines Musikproduzenten einige der besten Szenen abbekommen hat. Seine Erscheinung in Aarons Drogenrausch als schwebender Kopf ist da mit Leichtigkeit das Highlight. Neben irren Situationen, schlüpfrigem Humor und coolen Sprüchen gibt es aber tatsächlich auch noch ein paar ganz gute Rock-Songs. Nur „African Child“ ist wirklich schlimm – aber so soll es ja auch sein. Fazit: Die Komödie des Jahres!